#CoronaZeiten #14

Vierzehn Wochen #CoronaZeiten und noch einiges vor uns:

  1. Nachdem es bisher immer länger und mehr Licht am Tage gab, wird es nach Mittsommar ab heute weniger. Es wird wärmer und die Zahl der im ÖPNV getragenen Mund-Nasen-Bedeckungen nimmt immer weiter ab. Als ich etwas später am Abend unterwegs war, traf ich auf überwiegend junge, überwiegend männliche, Maskenverweigerer, die in größeren Gruppen unterwegs waren und wie selbstverständlich den gesamten Raum im U-Bahn-Waggon in Beschlag nahmen. Es gibt aber auch immer wieder Erfahrungen wo man auf sehr disziplinierte Mitmenschen trifft, die ihren Mitmenschen den Respekt erweisen, natürlich eine Maske zu tragen. Aber insgesamt nimmt die Bereitschaft dazu ab – und es doch weiter geboten.
  2. Diese Woche bin ich erstmals seit langem wieder in der S-Bahn kontrolliert worden und musste meinen Fahrschein zeigen. Die Kontrolleure trugen selbst Maske, kontrollierten aber auch ungerührt den Fahrschein des Mannes ohne Maske ohne weitere Reaktion oder Ansprache. Ein Zeichen von neuer Normalität und einem wieder veränderten Terminplan. Aber schließlich habe ich eine Jahreskarte.
  3. Es war eine Woche des Übergangs zurück zu einer anderen Zeitstruktur, die wieder überwiegend im Büro stattfindet. Da aber Besprechungen immer noch überwiegend so stattfinden (sollen und müssen), dass nur wenige Menschen zusammen in einem Raum sind, gibt es andere Erfahrungen der Kommunikation. Aber auch verstärkt die Möglichkeit, zumindest mit einzelnen Personen wieder die ganze Bandbreite der Kommunikation zu erleben.
  4. Passend zu diesem Zeitpunkt habe ich im Büro endlich dank einer Webcam die Möglichkeit, an Videokonferenzen teilzunehmen. Wie gut, wenn man mit leerer Keksdose und Buch die Kamera auf dem Besprechungstisch einfach und schnell auf Augenhöhe bekommt und beim Check des Bildhintergrunds auch das richtige Bild vermitteln kann. Und schön, wenn es einfach verfügbar ist und man nicht mehr auf das Handy und Tablet als Medium dafür angewiesen ist.
  5. Mein Highlight diese Woche war es, im Rahmen einer Onlinekonferenz mit über 200 Teilnehmenden digital einen Digital-Wettbewerb im Rahmen der Städtepartnerschaft mit Vertreter*innen aus Beijing und Moskau zu eröffnen. Es ist gut, dass ich beide Städte schon dienstlich besuchen konnte – und nicht nur auf das Digitale angewiesen bin. Aber in diesen Zeiten ist es auch gut, miteinander digital verbunden zu sein. Es ist ein Ausblick auf eine neue Normalität, in der das Wort „Hybrid“ am besten beschreibt, wie man die mehr Möglichkeiten am besten nutzt.
  6. Wenn man sich wieder sehen kann, gibt es auch die Möglichkeit, miteinander in den letzten Wochen aus der Verknappung der Kommunikationswege entstandene Missverständnisse auszuräumen. Und auch das zeigt, dass ein nur über Telkos oder Mail laufende Zusammenarbeit auch Missverständnisse über die Absichten des anderen hervorbringen kann, die man in einem persönlichen Gespräch wieder ausräumen kann (und muss,).
  7. Rituale, um die in Zeiten von Homeoffice und Urlaub Zuhause zusätzlichen Nutzung des privaten Raum Grenzen zu ziehen und Erholung zu ermöglichen, sind wichtig. Und wie gut, dass ich solche Rituale schon lange praktiziere. Sei es ein unterschiedliches Frühstück an Arbeitstagen (Müsli) und arbeitsfreien Tagen (Marmeladebrötchen) oder ein unterschiedlicher Kleidungsstyle. Aber das in diversen Ratgeberartikeln zu „Urlaub Zuhause“ als Tipp zu finden, ist auch nett.

Veröffentlicht von Margrit Zauner

Europäerin in Berlin mit großer Wienliebe und einer Leidenschaft für Bücher und Arbeit Copyright Foto: ALBBW / M. Bußmann

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