#CoronaZeiten #19

Neunzehn Wochen #CoronaZeiten und noch einiges vor uns

1. Das Leben mit dem Virus spaltet: in die, die es einfach satt haben, sich vorzusehen, die keinen Sinn sehen, sich und andere zu schützen und die glauben, ihnen und uns würde es nie so gehen, wie den Menschen in Brasilien oder den USA. Und in die, die sich weiter vorsichtig verhalten (wollen), eine geringe Zahl an Toten und Infektionen als Erfolg von Schutzmaßnahmen sehen und sich durch die anderen in ihrer Gesundheit und dem in Deutschland erreichten Erfolgen bedroht sehen.

2. Das Virus verstärkt die soziale Seggregation und bestehende Benachteiligungen. Infektions-Cluster in der Fleischindustrie oder bei Erntehelfer*innen machen nur besonders deutlich, was an sich schon länger über miserable Arbeitsbedingungen bekannt ist. Und damit verbundene prekäre Wohnbedingungen. Es gibt Super-Spreader-Events bei dem, was manche als Party-Machen bezeichnen – sich ohne großen Abstand mit vielen Leuten in einem Raum zu befinden und dabei mit möglichst (zu) viel Alkohol (oder im Falle von einigen Gottesdiensten in einer anderen Form der Verzückung) in eine besondere Form des Fern-Seins vom Alltag zu gelangen. Das ist in Ischgl genauso wie in der Schinkenstrasse. Und es gibt die Infektionscluster von Menschen in prekären Arbeitsverhältnissen, die (auch deswegen) mit vielen anderen auf zu engem Raum leben (müssen).

3. Die Frage, ob eine Alltagsmaske hilft, ist müßig. Es ist erwiesen, dass sie ein gutes Mittel zum Fremdschutz ist, wenn keine Möglichkeit besteht, mindestens 1,5 Meter Abstand zu anderen zu halten. Also eher eine Frage des Respekts vor anderen und danach, wie wichtig mir das Wohlbefinden meiner Mitmenschen ist.

4. Deshalb ist es interessant, wer sich bestehenden Verpflichtungen zum Tragen einer Maske besonders häufig ganz oder teilweise widersetzt. In der Summe sehe im ÖPNV viel zu viele hässliche Nasen und warte auf Kärtchen, die man diesen Menschen in die Hand drücken kann, um Diskussionen mit Unbelehrbaren zu entgehen.

5. Es ist Sommer. Zeit für Urlaub. In diesen Zeiten kann das auch Balkonien sein. Und Zeit fürs Ausschlafen und Lesen ist überall.

6. Soziale Beziehungen bleiben wichtig. Und auch mit Abstand kann man gute Zeiten mit lieben Menschen haben.

7. Blumen bleiben wichtig. Und Regen neben der Sommersonne ist wichtig. Weil das mit dem Klima bleibt als Thema auch in #CoronaZeiten.

Veröffentlicht von Margrit Zauner

Europäerin in Berlin mit großer Wienliebe und einer Leidenschaft für Bücher und Arbeit Copyright Foto: ALBBW / M. Bußmann

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