Hervorgehoben

Beim Schreiben kommen die Gedanken zusammen

Es gibt nichts Gutes – außer man tut es

Ich habe da mal was aufgeschrieben….

… denn es gibt immer wieder Gedanken, für die 240 Zeichen oder ein Facebook-Post zu wenig ist. Diese Texte sind persönlich, enthalten eigene Meinung und bilden eine aktuelle Einschätzung eines Themas, eine Beobachtung oder eine Geschichte ab, die es mir wert ist, in diesem Internet veröffentlicht zu werden. Sie sind zum Lesen, sollen andere zum Schmunzeln oder Nachdenken bringen und können gerne zitiert werden. Wenn jemand anders damit Geld verdient, oder das ohne meine ausdrückliche Zustimmung für kommerzielle oder politische Zwecke nutzt, dann gelten die Regeln des Urheberrechts.

Ich bin Europäerin, die in Berlin lebt und Wien liebt, liebe Bücher und spitze Bemerkungen, arbeite seit vielen Jahren für die Arbeit und die Berufsbildung und versuche auch ein Leben jenseits der Arbeit zu führen, was mir mal mehr und mal weniger gut gelingt.

#CoronaZeiten #Jahresrückblick

1. „Alles wie vor Corona, nur krasser“. Das war mein Motto, das mich durch dieses Jahr gebracht hat und es wurde vielfach bestätigt. Im Guten wie im Schlechten. Und deshalb war es ein so durchwachsenes Jahr, auf das man nicht mit ungeteilter Freude zurückblicken kann, aber eben auch mit Erfahrungen, die bereichern und Mut machen.

2. Es gibt Kausalzusammenhänge und Korrelationen. Und deshalb ist wichtig, zu unterscheiden, was dieses Jahr unabhängig von Corona so anders gemacht hätte und was als unmittelbare Folge von Corona wirkt. Manchmal ist es sogar ganz gut, dass beides in diesem Jahr zusammen gekommen ist, denn wenn zum Beispiel neue Anforderungen und zeitliche Beanspruchungen als pflegende Angehörige dazu kommen, dann ist man nicht nur noch vorsichtiger um Ansteckungen zu vermeiden, sondern kann manche sonst versäumte Veranstaltung als Videokonferenz doch noch wahrnehmen. Und manches gar nicht, weil einfach keine Zeit und Kraft für Anderes als Erwerbs- und Sorgearbeit bleibt.

3. Ora et labora. Die politische Diskussion um den Wert von (Erwerbs)Arbeit und Sorgearbeit, die Bedeutung von Grundrechten, von Kultur und Vereinsleben, von ehrenamtlicher und hauptamtlicher Arbeit war verkürzt und mancherorts zu stark von Lobbyinteressen geprägt. Die Abwägung verschiedener Interessen war komplex und bei manchen zu sehr von ihrem Focus geprägt. Aber es gab eben auch neue Diskussionen um Gerechtigkeit und Verteilungsfragen.

4. Während die einen an der YouTube-Universität binnen kurzem anstrengendsfrei habilitiert zu haben scheinen, haben Wissenschaft, der wissenschaftliche Diskurs und Erkenntnisse, die viele zuletzt in ihren Schulzeiten vertieft gewonnen haben, eine völlig neue Bedeutung gewonnen. Kurvendiskussionen, Molekülaufbau oder Verhaltenswissenschaft sind vielen wieder sehr präsent. Und wenn Virologen plötzlich Popstar-Status haben und Millionen Menschen sich längere Podcasts anhören, um wissenschaftlichen Erklärungen über zahllose Aspekte dieser Pandemie besser verstehen zu können, ist das sicher für eine Gesellschaft, in der Vernunft regiert, wichtig. Allerdings gibt es viel zu viele, die auf die Komplexität und auch die erforderlichen eigenen Handlungen mit Unvernunft und Abwehr reagieren. Und es wird sich zeigen, was das für Auswirkungen auf die europäische Art zu leben und zu denken hat.

5. Wie gut, dass ich so lebe, wie ich es will. Wie oft habe ich das gedacht, wenn die erforderlichen Massnahmen zu Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen verkündet wurden. Und auch wenn ich viele Einschränkungen hatte, zahlreiche Konzertkarten und einige wirklich schöne Reisen abgesagt wurden, so konnte ich doch aus guten Erinnerungen schöpfen, mich freuen, was ich tatsächlich in der Vergangenheit einfach gemacht und nicht auf ein „Später“ verschoben habe. Und ich habe weiter eine Liste von Dingen, die ich machen will und werde. Und gerade in schwierigen Zeiten ist ein Netz von lieben Menschen wichtig. Seien es Kolleg*innen, die auch in komplizierten Zeiten gerne und gut miteinander zusammenarbeiten, seien es Freund*innen, die aufeinander schauen, im virtuellen wie im realen Leben. Und bei allem Virtuellem braucht es auch Reales: den gemeinsamen Spaziergang, wenn es keine Möglichkeit gibt, sich auf einen Kaffee zu treffen, ein Brief oder eine Karte, ein kleines Geschenk, und einander auch einfach mal Danke sagen.

6. Selbstsorge ist gerade dann wichtig, wenn es anstrengend wird. Ich habe einiges, was ich sonst für mein Wohlbefinden tue, nicht machen können. Mir fehlt einiges. Aber ich habe eben auch auf mich selbst geschaut. Das ist der regelmäßige Blumenstrauß, den ich mir schenke genauso wie lieber ein Buch lesen als die Wohnung putzen. Auch wenn ich noch einiges besser machen kann, es bleibt die Erkenntnis, dass man zum wichtigsten Menschen in seinem Leben, sich selbst, gut sein muss.

7. Was nehme ich aus 2020 mit nach 2021? Ein paar unerledigte Aufgaben und viel Energie und Kraft aus dem, was gut war in diesem verrückten Pandemie-Jahr. We will meet again!

#CoronaZeiten #Familie

Weihnachten ist Familienzeit. In der öffentlichen Wahrnehmung und derer, die Corona-Beschlüsse machen, scheint es nur glückliche Familienverbände zu geben und der erweitert mögliche Kontakt auch an den Feiertagen wird wieder auf enge Verwandschaftsbeziehungen reduziert. Das ist für einige auch so. Aber genauso gibt es viele, die mit Weihnachten eben nicht das erfreute Wiedersehen mit der eigenen Familie verbinden. Sei es, weil es keine Familie mehr gibt, sei es, dass die Individuen als Erwachsene den Kontakt zu den noch lebenden Familienmitgliedern abgebrochen haben, sei aus anderen Gründen. Es gibt ja gute Gründe, warum am Heiligabend ab 20 Uhr sich die geöffneten Kneipen füllen, die Notrufe ab Heiligabend zunehmen und viele alternative Konzepte für schöne Feiertage entwickelt haben. Mir gefällt dabei das Konzept der „Freundesfamilie“ sehr, das letztlich eine Form der selbstgewählten Familie bedeutet, die genauso tragfähig auch für die gegenseitige emotionale und auch sonstige Unterstützung ist. Das Phänomen ist übrigens stärker in Städten zu finden, wo viele hinziehen, die in ihren Familien unglücklich sind. Und nicht alle fahren Weihnachten „nach Hause“, sondern entziehen sich dem. Deshalb war übrigens die Berliner „Weihnachtsregelung“, nach der sich zwar an den Feiertagen weiter nur 5 Personen, aber aus mehr als 2 Haushalten treffen können so wichtig. Und vielleicht schaffen wir es in der weiteren Diskussion die Vielfalt der Lebensverhältnisse auch adäquat abzubilden und nicht nur in Kernfamilien zu denken. Die Zahlen zeigen das deutlich, wenn man das stetige Ansteigen der Zahl der Einpersonen-Haushalte berücksichtigt.

#CoronaZeiten #22

Zweiundzwanzig Wochen #CoronaZeiten und noch einiges vor uns

1. Ich finde Nasen-Poser und Kinn-Schützer immer noch widerlich und sowohl sozial als auch optisch einfach hässlich.

2. Die Sommerferien enden, die Schule beginnt, andere machen den August zum Ferienmonat. Eine seltsame Zwischenzeit. Einige glauben, es sei schon alles vorbei, andere, das dicke Ende kommt noch.

3. Das Virus ist da. Man weiß etwas mehr, aber nicht genug über Ansteckungswege und Heilungsmethoden. Aber wir befinden uns in der westlichen Welt des 21.Jahrhunderts in einer seltsamen Lage: wir haben gesundheitliche Risiken, die nicht alleine durch eigenes Handeln oder ausgefeilte Heilkunst behandelbar sind. Es macht aber auch bewusst, dass das die meiste Zeit der Menschheit schon immer so war – und auch jetzt anderswo noch immer so ist.

4. Es muss neue gesellschaftliche Konventionen geben, nicht nur bei Begrüssungsritualen, die gesundheitlich gefährlich sind.

5. Wer neue Verbote fordert, um Infektionsrisiken zu vermindern, der/die sollte vielleicht erstmal die tatsächliche Kontrolle der Einhaltung der bestehenden Regelungen sicherstellen. Aber für Kontrollen braucht man ausreichend Personal, für Forderungen nur eine Pressemitteilung. Und die wird umso eher mit dem eigenen Namen in den Medien aufgegriffen, je plakativer sie ist.

6. Blumen, Bücher und etwas Zeit für sich selbst – das braucht es weiterhin für mein eigenes Wohlbefinden.

7. Es gilt weiterhin: Ist alles wie vor Corona – nur krasser.

#CoronaZeiten #21

Einundzwanzig Wochen #CoronaZeiten und noch einiges vor uns

1. Mir gehen diese Nasen-Zeiger und Masken-Verweigerer einfach nur noch auf den Keks. Sie erwarten im Zweifelsfall Hilfe der Solidargemeinschaft, klagen über zuwenig Unterstützung für ihre eigenen Belange, aber sie sind so ich-bezogen, dass sie nicht einmal den einfachen Beitrag von Abstand halten und Alltagsmaske tragen zum Schutz aller anderen leisten wollen.

2. Nach den Sommerferien gilt es, wieder Schule im Alltagsbetrieb zu organisieren und dabei die Corana-Bedingungen zu berücksichtigen. Es gibt eine Schulpflicht. Aber wie wird das nächste Schuljahr ablaufen? Was ist mit Inklusion, was mit Seggregation? Vertiefen sich soziale Unterschiede? Wie werden gute Lernerfahrungen und -ergebnisse für ALLE gestaltet?

3. Die Infektionen machen keinen Urlaub. Wer Erholung sucht, hat ein Problem, wenn das mit dem Besuch von #CoronaHotspots verbunden ist. Wer im Urlaub gerne Sachen macht, die fern von Menschenansammlungen sind, hat gute Aussichten auf eine erfolgreiche Überbrückung der Zeit bis zum Impfschutz

4. Urlaub in #CoronaZeiten ist anders. Aber er kann auch Zuhause sehr fein sein. Zum Beispiel wenn man gerne liest und das in der Urlaubszeit auch tun kann. Ich bin derzeit bei 1 Buch = 2 Tage. Bestes Urlaubsfeeling.

5. Urlaub ist auch, einfach schöne Dinge zu machen. Egal wo.

6. Solange es warm ist, kann man sich wunderbar mit lieben Menschen draußen treffen. So schön.

7. Es einfach mal langsamer angehen lassen. So schön.

#CoronaZeiten #20

Zwanzig Wochen #CoronaZeiten und noch einiges vor uns

1. Ich bin diese Maskenverweigerer genauso leid wie diese Nasen-Poser.

2. Es ist schon anders, das Leben zu organisieren, wenn man befürchten muss, dass die zweite Welle kommt. Und das es dazu durch verantwortungslose Andere kommt und man durch sein eigenes Handeln nur bedingt etwas erreichen kann.

3. Rechtsextreme nutzen die #CoronaZeiten, um ihr Süppchen zu kochen und zu viele fallen darauf rein. Ich habe mal was über eine wehrhafte Demokratie gelernt – und die wird zu wenig rechts jenseits der Mitte verteidigt.

4 Es sind Sommerferien und wieder werden einige aus dem Kreis derer mit genug Geld für Urlaub als neue Super-Spreader auftreten und die Solidarität für sich einfordern, die sie selbst nicht geben wollen.

5. Es hätte bei mir dieses Jahr ein wunderbares Reisejahr werden sollen. Es ist eher Balkonien mit kleinen Hotelauszeiten in RE-Entfernung geworden. Geht auch. Muss ja.

6. Es liegt in der Verantwortung jeder Einzelnen, wie sie Kultur in #CoronaZeiten genießt. Mir ist jedenfalls bei Saalveranstaltungen nicht wohl. Deshalb gibt es dieses Jahr keine Salzburger Festspiele.

7. Blumen, Bücher, ein gutes Essen, ein Glas Wein. Das geht immer und ist so viel Lebensqualität gerade in diesen #CoronaZeiten.

#CoronaZeiten #19

Neunzehn Wochen #CoronaZeiten und noch einiges vor uns

1. Das Leben mit dem Virus spaltet: in die, die es einfach satt haben, sich vorzusehen, die keinen Sinn sehen, sich und andere zu schützen und die glauben, ihnen und uns würde es nie so gehen, wie den Menschen in Brasilien oder den USA. Und in die, die sich weiter vorsichtig verhalten (wollen), eine geringe Zahl an Toten und Infektionen als Erfolg von Schutzmaßnahmen sehen und sich durch die anderen in ihrer Gesundheit und dem in Deutschland erreichten Erfolgen bedroht sehen.

2. Das Virus verstärkt die soziale Seggregation und bestehende Benachteiligungen. Infektions-Cluster in der Fleischindustrie oder bei Erntehelfer*innen machen nur besonders deutlich, was an sich schon länger über miserable Arbeitsbedingungen bekannt ist. Und damit verbundene prekäre Wohnbedingungen. Es gibt Super-Spreader-Events bei dem, was manche als Party-Machen bezeichnen – sich ohne großen Abstand mit vielen Leuten in einem Raum zu befinden und dabei mit möglichst (zu) viel Alkohol (oder im Falle von einigen Gottesdiensten in einer anderen Form der Verzückung) in eine besondere Form des Fern-Seins vom Alltag zu gelangen. Das ist in Ischgl genauso wie in der Schinkenstrasse. Und es gibt die Infektionscluster von Menschen in prekären Arbeitsverhältnissen, die (auch deswegen) mit vielen anderen auf zu engem Raum leben (müssen).

3. Die Frage, ob eine Alltagsmaske hilft, ist müßig. Es ist erwiesen, dass sie ein gutes Mittel zum Fremdschutz ist, wenn keine Möglichkeit besteht, mindestens 1,5 Meter Abstand zu anderen zu halten. Also eher eine Frage des Respekts vor anderen und danach, wie wichtig mir das Wohlbefinden meiner Mitmenschen ist.

4. Deshalb ist es interessant, wer sich bestehenden Verpflichtungen zum Tragen einer Maske besonders häufig ganz oder teilweise widersetzt. In der Summe sehe im ÖPNV viel zu viele hässliche Nasen und warte auf Kärtchen, die man diesen Menschen in die Hand drücken kann, um Diskussionen mit Unbelehrbaren zu entgehen.

5. Es ist Sommer. Zeit für Urlaub. In diesen Zeiten kann das auch Balkonien sein. Und Zeit fürs Ausschlafen und Lesen ist überall.

6. Soziale Beziehungen bleiben wichtig. Und auch mit Abstand kann man gute Zeiten mit lieben Menschen haben.

7. Blumen bleiben wichtig. Und Regen neben der Sommersonne ist wichtig. Weil das mit dem Klima bleibt als Thema auch in #CoronaZeiten.

#CoronaZeiten #18

Achtzehn Wochen #CoronaZeiten und noch einiges vor uns

1. Die Nase. Es gibt derzeit (viel zu) viele Nasen zu sehen, die eigentlich mit einer Mund-Nasen-Bedeckung eben nicht zu sehen sein dürfte. Aber es gibt offenbar sehr viele, die selbst unter Strafandrohung ihre Nase nicht bedecken. Warum nur. Ich sehe im Bus so viele Nasen und frage mich, ob diese Menschen nicht wissen, wo ihre Nase im Gesicht lokalisiert ist oder ob sie ihre Nase für so schön halten, dass sie sie allen zeigen müssen. Spoiler: es gibt so viele hässliche Nasen, die oberhalb einer Alltagsmaske erst richtig hässlich werden.

2. Sommer und Urlaubszeit. Und schlechte Zeiten für alle, bei denen Urlaub bedeutet, mit vielen anderen Menschen dicht gedrängt abzufeiern und viel zu trinken.

3. Rechte Verschwörungstheoretiker halten Corona ja gerne für eine einfache Grippe. Wenn sie damit nur sich selbst Schaden zufügen, wäre es schlimm genug. Aber gerade die USA und Brasilien zeigen, dass der Schaden mit überproportional vielen Toten besonders zu Lasten derer geht, die arm sind, in prekären Arbeitsverhältnissen sind und auf den Sozialstaat angewiesen wären, den es nicht überall gibt.

4. Es bleibt erstaunlich, dass rechte Terroristen in Deutschland so wenig Besorgnis auslösen. Wer an den deutschen Hetbst denkt, wundert sich, wie wenig staatliche und politische Reaktion so viele Taten wie öffentliche Morddrohungen, Verfolgungsjagden mit der Polizei und Morde hervorrufen.

5. Urlaub auf Balkonien kann erholsam sein. Keine dienstlichen Mails oder Termine. Der Tag bestimmt von der Frage, ob man ein neues Buch anfängt oder einen Film schaut.

6. Freie Zeit ist Zeit zum Nachdenken, zum Räumen und zum Herumtrödeln.

7. Blumen sind wichtig fürs Wohlbefinden. Genauso wie feines Essen und liebe Menschen

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#CoronaZeiten #17

Siebzehn Wochen #CoronaZeiten und noch einiges vor uns

1. Die Mund-Nasen-Bedeckung ist Respekt und Schutz für alle. Mittlerweile ist anerkannt, dass sie dort, wo man keinen Abstand halten kann, ein wichtiger Beitrag ist, um eine weitere Ausbreitung um SARS-Covid19 zu begrenzen. Das Tragen im ÖPNV und in Geschäften ist in Berlin Pflicht. Und immer noch gibt es Maskenmuffel und (zu) viele, die ihre Nase nicht bedecken. Was bitte ist so kompliziert, warum müssen (alte) Männer und (junge) Frauen ihre Nase raushängen lassen? Ich wünsche mir ein aussagekräftiges Bildchen, das man mitnehmen und den Personen einfach überreichen kann, denn ich habe einfach keine Lust, das mit den Maskenmuffeln immer einzeln zu debattieren.

2. Die Erkenntnisse wachsen, das die Übertragung weniger durch Tröpfcheninfektion oder Schmierinfektion als vor allem durch Areosole erfolgt. Damit ist Lüften neben Händewaschen und Abstand halten die wichtigste Massnahme. Das geht im Sommer ganz gut. Aber wie wird unser Leben im Herbst und Winter ablaufen?

3. Lüftungskonzepte gewinnen eine andere Bedeutung für den Arbeitsschutz. Und wie lüftet man lange Flure in Altbauten, wie tauscht man Luft in Aufzügen aus, wie regelt man in Büros mit mehreren Arbeitsplätzen das mit dem Lüften? Ganz neue Herausforderungen für das Miteinander und die Führung, wenn die einen frieren und die anderen im Luftzug sitzen und sich dabei erkälten.

4. Manche glauben ja, wenn sie im Urlaub sind, ist es das Virus auch. Und deshalb können sie am Ballermann feiern wie immer und ihre Freiheit leben sie am besten mit lautstarken Partys im Park.

5. Der Sommer ist auch Zeit für ein kurzes Innehalten und Durchschnaufen. Aber es ist unklar, was danach kommt.

6. Freund*innen sind wichtig – und Zeit mit ihnen. Zum Beispiel bei einem gemeinsamen Spaziergang und einem Kaffee auf einer Ausflugsterrasse.

7. Stay save und passt auf Euch gut auf.

#CoronaZeiten #16

Sechzehn Wochen #CoronaZeiten und noch einiges vor uns

1. Nachdem am Beginn Mitgefühl und Solidarität neben dem Erkunden, was unter den Bedingungen dieser Pandemie (noch) möglich ist, im Vordergrund standen, haben nun scheinbar für sehr viele nur das eigene Wohlergehen und die Besserwisserei einen deutlich höheren Stellenwert.

2. #mitMaske ist zunächst einmal Respekt vor den anderen. Aber es funktioniert nur, wenn (möglichst) alle mitmachen. Und während zum Glück viele dieses Stück Stoff als das Must-Have dieses Sommers sehen, finden immer noch genug, diese Einschränkung ihrer Freiheit wäre so gravierend, dass man darauf verzichten müsse.

3. Wer keine Maskenpflicht im Einzelhandel will, weil das Einkaufserlebnis so behindert sei, der schließt alle, die sich nicht sicher fühlen, wenn nicht alle eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, vom Einkaufen aus, denn die werden lieber online kaufen als in Geschäfte zu gehen.

4. Es fehlt uns noch eine neue Balance. Und es bleibt die Frage, wie wir in Zeiten von Abstand halten gut eine enge Beziehung zu anderen Menschen halten oder neu aufbauen können.

5. Zum Glück ist es Sommer und man draußen Freund*innen treffen, gemeinsam essen oder sich dort vom Alltag erholen.

6. Es braucht Zeit, sich von der enormen Anspannung, von den Herausforderungen, die jede*r meistern musste, zu erholen.

7. Es braucht auch Zeit, sich um all das zu kümmern, wofür in den letzten Monaten keine Zeit und keine Energie war. Es braucht Urlaub in dem Sinne, dass man aus der Tretmühle des Alltags kommt.

#CoronaZeiten #15

Fünfzehn Wochen #CoronaZeiten und noch einiges vor uns

1. Der Paradigmenwechsel lässt sich in Berlin am Namenswechsel von der Eindämmungs-Verordnung zur Infektionsschutz-Verordnung ablesen. Anstatt eigentlich alles zu verbieten ausser dem was ausdrücklich erlaubt ist, ist jetzt bei Einhaltung der infektionsschutzbedingten Einschränkungen alles erlaubt, was nicht ausdrücklich verboten ist. Und man fragt sich, ob man aus Gründen des Selbstschutzes nicht noch vorsichtiger sein sollte, weil genug Menschen glauben, ein Virus über Aereosole mit Willenskraft oder Glauben nicht übertragen zu können.
2. Was bitte ist so schwer und schlimm daran, anderen Respekt zu erweisen und zum Fremdschutz eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen? Ein Kinnschutz, der erst bei einer bußgeldbewährten Kontrolle hochgezogen wird ist genauso respektlos wie die Variante, a la Laschet die Nase nicht zu bedecken. Das machen besonders oft Männer. Warum nur?
3. Urlaub in #CoronaZeiten ist etwas Besonderes und Anderes. 2020 sollte für mich ein lange vorbereitetes und geplantes abwechslungsreiches und schönes Reisejahr werden. Der Rhein, Norwegen und England, die Salzburger Festspiele standen bis September am Programm. Alles schon durch den Veranstalter abgesagt – teilweise mit einigen Problemen, das schon gezahlte Geld sofort zurück zu bekommen – oder nicht die Möglichkeit genutzt, beim Ersatzprogramm auszuprobieren, wie Theater 2020 unter Hygieneregeln  stattfindet, wenn es nicht doch kurzfristig wieder abgesagt wird. Es wird wohl eher ein Reisejahr mit kurzfristigen Entscheidungen. Das Geld investiere ich etwas anders: zum Beispiel beim Optiker des Vertrauens oder in das eine oder andere schöne Stück für daheim. Ich merke, dass ich mich neu auf die  veränderten Bedingungen einstellen muss und nicht einfach da anknüpfen kann, wo ich Anfang des Jahres war. Und dazu brauche ich Zeit, um für mich etwas zu finden, dass „passt“.
4. Es ist beruhigend, dass ich eher Leute kenne, die ich wie ich in #CoronaZeiten keine aufgeräumteren Wohnungen, sondern eher noch mehr liegengebliebene Hausarbeit haben. Egal wo man gearbeitet hat, ob im Büro oder im Homeoffice, es war fordernd und anstrengend. Und es bleibt die leichte Hoffnung, dass es in den kommenden Wochen etwas lockerer wird. Aber wenn die Lockerungen zu groß sein sollten, dann wird nicht lockerer bei der Arbeit sondern noch anstrengender.
5. Was schön ist, ist liebe Menschen beim Essen draußen zu treffen und dabei zu reden. Das hat mir wirklich gefehlt und ist echte Lebensqualität.
6. Es kann jederzeit wieder sehr nah kommen mit dem Virus: wenn es einen Verdachtsfall im beruflichen oder privaten Umfeld gibt. Dann kommen alle Sorgen und Ängste hoch und es braucht viel Kommunikation.
7. Bücher und Blumen machen das Leben schön. Man kann nie genug davon haben.